Aktuelles von Aufarbeitungskommission und Betroffenenbeirat

Wichtig! Ende des Widerspruchsrechts für Anträge
vor dem 1. März 2023

22.02.2024 Nur noch bis zum 31. März 2024 können Betroffene sexualisierter Gewalt, deren Anträge seit Beginn des UKA-Verfahrens am 1. Januar 2021 bis zum 28. Februar 2023 entschieden sind, Widerspruch einlegen. Für Anträge ab dem 1. März 2023 bleibt die Widerspruchsfrist von zwölf Monaten unverändert.

19.02.2024 Nun wurde auch der Tätigkeitsbericht des UBBA für das Jahr 2023 erstellt. Sie finden ihn mit diesem Link auf der Seite des UBBA.

17.01.2024 Der Tätigkeitsbericht der UAKA für das Jahr 2023 wurde fertiggestellt. Sie finden ihn unter diesem Link auf der Seite der UAKA.

Gedenktag für Opfer von Missbrauch 2023 mit Fotoausstellung

17.11.2023 GEDENKFEIER am 17. November 2023 um 19 Uhr in der Basilika St. Lorenz in Kempten/Allgäu mit allen, die hinschauen und ihre Verbundenheit mit Missbrauchsopfern zeigen wollen, sowie für Betroffene und deren Angehörige. Anschließend Eröffnung der FOTOAUSSTELLUNG: „Betroffenen zeigen Gesicht“ im Pfarrzentrum St. Lorenz in Kempten

Bereits zum zweiten Mal hat der Betroffenenbeirat zur Gedenkfeier für Opfer von Missbrauch eingeladen. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung in Kooperation mit der Cityseelsorge St. Lorenz Kempten durchgeführt. Begleitet wird die Gedenkfeier von der Fotoausstellung: Betroffene zeigen Gesicht. Die Fotoausstellung, erzählt aus der Perspektive von Menschen, die Missbrauch erlebt haben und ihnen Bild und Stimme gibt. Die kurzen Texte offenbaren die Dimension des Missbrauchs und erzeugen Nähe auf andere Weise als es die Zahlen der Statistiken schaffen.

Bild © Andreas Lüdke | katholisch1.tv

15.11.2023 Auf Initiative der Aufarbeitungskommission startet nun eine wissenschaftliche Studie am Department Psychologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München zu „Sexualisierter Gewalt an Minderjährigen im Kontext der katholischen Kirche im Bistum Augsburg“. Im Mittelpunkt sollen Betroffene stehen, deren Mitarbeit am Studiendesign wie auch an der Studie selbst grundlegend ist. Die nicht aus Kirchensteuermitteln finanzierte Studie beabsichtigt die Auswirkungen sexualisierter Gewalt im Leben der Betroffenen zu untersuchen.

Pressemitteilung

Fotoausstellung: Betroffene zeigen Gesicht

20.09.2023 Vom 20. September bis 20. Oktober 2023 – Ort: Haus St. Ulrich, Augsburg – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7 bis 18 Uhr. Am Wochenende sowie an Feiertagen bitte erfragen unter 0821 31520

Zur Ausstellung: Sexualisierte Gewalt in kirchlichem Kontext: Beinahe allgegenwärtig wirkt dieses Thema seit geraumer Zeit. Als echtes Politikum ist ihm die Aufmerksamkeit gewiss. Einzelschicksale dagegen gehen gerne in Statistiken auf. Die Täter rücken in den Vordergrund, – ebenso wie das kirchliche Verantwortungsverschulden.

Diese Fotoausstellung wählt einen anderen Zugriff. Sie erzählt aus der Perspektive von Betroffenen: Bild und Stimme leiht sie ihnen. Bedrückendes offenbart sich; die gezeigten Dokumente suchen Nähe zu stiften, – Nähe zwischen einst und jetzt, Nähe zwischen Betroffenen und Besuchern. Am Horizont wenigstens ein Vorschein von Befreiung und Gerechtigkeit …

Gerade deshalb wurde diese Fotoausstellung in das Programm des Ulrich-Doppeljubiläumsjahres 2023/24 übernommen. Zudem wird Diözesanbischof Dr. Bertram Meier persönlich an der Ausstellungs-Eröffnung mitwirken.
Für den Ausstellungsort in Augsburg zeichnen verantwortlich die Unabhängige Aufarbeitungskommission und der Unabhängige Betroffenenbeirat im Bistum Augsburg.
Die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Ilonka Czerny (Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart), führt am 20. September 2023 dankenswerterweise in die Konzeption der Ausstellung ein.
An jedem Donnerstag (16 -18 Uhr) steht für Interessierte ein qualifzierter Gesprächspartner zur Verfügung, – entsprechend dem Motto des Doppeljubiläums: Mit dem Ohr des Herzens!

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann gerne an anderen Orten im Bistum gezeigt werden. Interessenten melden sich bitte unter kontakt@aufarbeitungskommission-augsburg.de.

Meldung von Fällen sexuellen Missbrauchs als Arbeitsunfall

01.07.2023 Die Deutsche Bischofskonferenz hat in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ein Verfahren erstellt, mit welchem sexueller Missbrauch als Arbeitsunfall bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gemeldet werden kann.

Bei diesem Verfahren sollen die Betroffenen, bei denen die Voraussetzungen für einen Arbeitsunfall gegeben sind, angeschrieben werden. Mit diesem Schreiben erhalten die Betroffenen die Möglichkeit zum Widerspruch. Erfolgt kein Widerspruch, sind die (Erz-)bistümer zur Meldung bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft verpflichtet.